Zielformulierungen für den ärztlichen Dienst

Die Ärzte sind dem Menschen verpflichtet. Sie versuchen, ihm bei der Erhaltung oder Wiederherstellung seiner Gesundheit zu helfen. Die Ärzte stehen mit dem rat- und hilfesuchenden, sich ihm anvertrauenden Mitmenschen gemeinsam für dessen Gesundheit ein („therapeutisches Bündnis“). Sie erkennen immer wieder, dass sie nicht omnipotent sind, sie streben danach, ihre Persönlichkeit so zu entwickeln, dass sie auch in Grenzsituationen der Menschlichkeit verpflichtet sind. Manchmal können sie heilen, häufig lindern, stets aber trösten. (Auszug aus dem Leitbild der Ärztekammer Niedersachsen)

  1. Der Patient soll unterstützt werden, seine Erkrankung wahrzunehmen und die Wirkungen und Nebenwirkungen der Behandlungen zu verstehen. Er lernt, belastende und entlastende Situationen in seinem Lebensalltag zu verstehen und zu steuern bzw. Frühwarnzeichen für drohende Krankheitsrückfälle zu erkennen. Bei längerfristigen Beeinträchtigungen wird versucht, die verbliebenen Fähigkeiten und Funktionen zu erhalten sowie kompensatorische Fähigkeiten zu entwickeln und angemessene Hilfe rechtzeitig anzubieten.


  2. Das Bestreben liegt in der Patientenorientierung und nicht in der Bevormundung.
    Das bedeutet, wir beachten in der jeweiligen Situation ein entsprechendes Verhältnis von Nähe, Verständnis und Wärme zu Distanz, Konsequenz und Abgrenzung.


  3. Für den Umgang mit den Angehörigen gilt grundsätzlich dasselbe wie für den Umgang mit den Patienten:
    uneingeschränkte Achtung, reflektierte Beziehungsgestaltung, verständliche Information über Erkrankung, Diagnostik und Behandlung sowie partnerschaftliche Einbeziehung in die Behandlungsplanung.


  4. Wir verfolgen eine ganzheitliche Behandlung des Patienten mit Hilfe eines multiprofessionellen Teams. Zum Behandlungsteam gehören grundsätzlich alle therapeutischen Mitarbeiter der jeweiligen Behandlungseinheit. Darüber hinaus erweitert sich das Team um diejenigen Mitarbeiter, die außerhalb der Station an der Behandlung beteiligt sind.


  5. Unser differenziertes, am einzelnen Patienten orientiertes Informations- und Dokumentationssystem, steht allen Mitgliedern des Teams jederzeit zur Informationsaufnahme und -weitergabe zur Verfügung. Zeitnahes Eintragen aller wichtigen Informationen sowie regelmäßige Sichtung der Einträge gehören für uns zur täglichen Routine.


  6. Bei der schriftlichen und mündlichen Weitergabe von patientenbezogenen Informationen beachten wir stets die Bestimmungen des Datenschutzes.
    Dies gilt gleichermaßen für die interne Kommunikation wie für die Außenkontakte.