Stationen

Die Abteilung für Psychiatrie und Psychotherapie besteht aus insgesamt drei allgemeinpsychiatrischen Stationen sowie einer suchtspezifisch-psychiatrischen Station mit jeweils 20 Betten. Gemeinsam ist allen Stationen die grundsätzliche Belegung in Zweibettzimmern mit eigener Nasszelle in einem modernen, hellen und einladenden Ambiente, das den Genesungsprozess fördern soll. Vorhanden sind außerdem eine eigene Küche, Therapieräume, ein Speise- bzw. Aufenthaltsraum auf jeder Station.

Eine unserer Stationen wird als sogenannte „geschützte“ Station grundsätzlich geschlossen geführt. Bis auf die Tatsache, dass die Zugangstür zur Station verschlossen ist, unterscheidet sich diese  strukturell und inhaltlich kaum von den anderen Stationen. Behandelt werden hier Patienten, die aufgrund einer richterlichen Einweisung nach dem Niedersächsischen Psychisch-Kranken-Gesetz (PsychKG) im Rahmen einer akuten Fremd- und/oder Eigengefährdung untergebracht werden. Ein großer Teil der Patienten befindet sich jedoch auf freiwilliger Basis auf dieser Station, die ein intensives Therapieangebot umfasst und somit Patienten in akuten und bedrohlichen Lebenskrisen helfen kann.


Station für Abhängigkeitserkrankte

Die Behandlung von Patienten mit Abhängigkeitserkrankungen erfolgt auf einer offen geführten Station. Das Diagnosespektrum umfasst neben stoffgebundenen Süchten, z.B. Alkohol, Amphetamine und Cannabinoide, auch nicht stoffgebundene Süchte, wie Spiel- oder Mediensucht. Die Akutbehandlung umfasst eine suchtspezifische Diagnostik. Im Rahmen dieser werden Maßnahmen zur Behandlung eventueller Entzugssyndrome angeboten. Weiteres Ziel ist die Erhöhung von Änderungsbereitschaft und Motivation der Patienten, welches auf eine weiterführende Entwöhnungsbehandlung vorbereiten soll. Neben der abhängigkeitsspezifischen Arbeit kann bei gleichzeitig vorliegenden anderen psychischen Störungsbildern das Angebot des gesamten Hauses genutzt werden. Die Angehörigenarbeit stellt dabei einen besonderen Baustein dar.

Das Behandlungsangebot wird ergänzt durch Einzel- und Gruppenangebote der psychosozialen Beratungsstellen des Caritasverbandes und der Diakonie mit einem gemeinsamen Case Management. Ferner stellt sich einmal wöchentlich der Kreuzbund modellhaft als Beispiel einer Selbsthilfegruppe für Abhängigkeitserkrankte vor.


Integrierte Versorgung

Seit 2007 bietet unsere Klinik als Modellprojekt ein integriertes Versorgungsmodell für alkoholabhängige Patienten an. Beteiligt sind, neben der hiesigen Abteilung die Fachambulanzen für Suchtprävention und Rehabilitation des Caritasverbandes des Landkreises Emsland, die Fachklinik Hase-Ems, der Kreuzbund als Selbsthilfeorganisation sowie die AOK als größte Krankenkasse der Region. Es handelt sich um eine Kombination aus stationären und ambulanten Modulen für die Dauer von 3 Wochen. Diese neue Behandlungsform ermöglicht den Patienten eine deutlich verkürzte stationäre Behandlung mit den Vorteilen einer rascheren Reintegration in das bisherige soziale Setting sowie eine einfachere Vermittlung in eventuell notwenige weiterführende Therapiemöglichkeiten. Die deutliche Verkürzung der stationären Phase ermöglicht den Patienten eine rasche Rückkehr in ihr soziales Umfeld, gleichzeitig erfolgt der Übergang vergleichsweise reibungslos.